Wintertemperaturen am Kitzbüheler Hahnenkamm

Der Kitzbüheler Hahnenkamm ist der berühmte Hausberg der Gamsstadt. Die Messstation Ehrenbachhöhe befindet sich auf einer Seehöhe von 1.790 Meter. Anbei sehen Sie einen Chart, der die Entwicklung der mittleren Wintertemperaturen (jeweils von 01. Dezember bis 28. Februar) am Kitzbüheler Hahnenkamm zeigt. Die Daten stammen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Seit 1993/94 ist der 10-jährige gleitende Durchschnitt (grüne Linie) der mittleren Wintertemperaturen von minus 2,7 auf minus 3,7 Grad gefallen, das heißt um 1,0 Grad Celsius. In der linearen Regression (rote Linie) verläuft die Regressionsgerade von minus 2,4 auf minus 4,0 Grad Celsius, das ist ein Absinken um 1,6 Grad Celsius. Siehe dazu die Abb. 1:

 

Abb. 1: Die Wintertemperaturen am Kitzbüheler Hahnenkamm (1.790 m) seit 1993/94. Daten: ZAMG.

Abb. 1: Die Wintertemperaturen am Kitzbüheler Hahnenkamm (1.790 m) seit 1993/94. Daten: ZAMG.

 

Aufgrund einer Versetzung der Messstation im Jahr 1993 ist die Messreihe zeitlich begrenzt. Ältere Messdaten müssen erst von Experten der ZAMG homogenisiert werden.

 

Wie immer handelt es sich bei den Klimadaten auf www.zukunft-skisport.at um Betrachtungen “im Rückspiegel” und nicht um Prognosen. Seit dem Ende der “Kleinen Eiszeit” um 1850 sind die Temperaturen im Alpenraum allgemein stark angestiegen. Derzeit ist in den  Alpen bezüglich der Jahres-Mitteltemperaturen ein Trend zur Stagnation der Erwärmung feststellbar. Die Winter sind seit 1984/85 in einem Abkühlungstrend. Für den Skisport ist dies eine erfreuliche Atempause. Univ.-Prof. em. Dr. Michael Kuhn (Universität Innsbruck): “Es gibt derzeit keinen Hinweis, dass die Tendenz zur winterlichen Abkühlung endet.“